Stillmanagement

Zu Beginn ist das Stillen oft gar nicht so einfach. Vor allem beim ersten Kind ist es nicht so einfach eine gute Position für einen selbst und das Neugeborene zu finden. Manche Frauen sind auch überwältigt von den vielen Fragen, die aufkommen können. Mache ich das alles richtig? Trinkt das Kind gut? Bekommt es genug Milch? Je mehr Fragen sich stellen, desto mehr Verunsicherung steigt auf. Wir möchten uns heute mit dem allgemeinen Thema Stillmanagement befassen. 

Was benötigt man für einen guten Stillstart und was kann mir helfen, diese erste besondere Phase zu meistern? Das klären wir alles hier. 

Das Thema Stillen

Das Stillen ist zu Beginn eine Zeit der Anpassung, des Lernens, in der viele Fragen entstehen. Fragen die aufkommen können sein: Was bedeutet Stillen überhaupt? Wie funktioniert es? Wie oft muss ich Stillen? Kann ich es mir überhaupt persönlich vorstellen, mein Kind zu stillen? Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg, sondern dieser ist immer auch von euren individuellen Gegebenheiten und Wünschen abhängig.

Diese und viele weitere Fragen können vorab in einem persönlichen Gespräch mit einer Hebamme oder einer Still- und Laktationsberaterin geklärt werden. So setzt ihr und euer/eure Partner_in euch mit dem Thema auseinander und wisst in etwa, was auf euch zukommen kann. 

Das Stillmanagement 

Der Wunsch vieler Frauen und Familien ist eine entspannte und schöne Stillbeziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Damit dies gelingen kann, haben wir heute 10 Tipps für euch. 

10 Tipps für eine gute Stillbeziehung
#1 Schaffe dir eine ruhige, entspannte Umgebung

Suche dir einen Ort, an dem du dich wohlfühlst und dir die Zeit nehmen kannst, die es für die Stillmahlzeit braucht. 

#2 Stress reduzieren 

Zu viel Stress sollte insbesondere zu Beginn der Stillzeit reduziert werden. Vor allem zu viele Besuche im Wochenbett können solche Stresssituationen auslösen. 

#3 Finde eine bequeme Stillpositionen für dich 

Je bequemer du dich positionierst, desto entspannter kann die einzelne Stillmahlzeit werden. Vor allem wenn du ein Kind hast, das gerne und lange an deiner Brust trinkt. Wenn du entspannter bist, fließt die Milch aus deiner Brust einfacher und dein Kind wird zufrieden. 

 #4 „Das Kind kommt zur Brust und nicht die Brust zum Kind“

Dies ist ein Satz, den wir allen unseren Frauen immer und immer wieder gerne sagen.

Um eine entspannte Stillmahlzeit zu erleben, ist es sinnvoll, dass du dein Kind nahe genug an dich heran positionierst (siehe hier nochmal nach: richtiges Anlegen).

#5 Entspannungstechniken 

Am Anfang der Stillzeit kann es zu einigen schmerzhafteren Phasen kommen. Hier zählt zum Beispiel der Milcheinschuss oder auch wunde Brustwarzen dazu. In dieser Zeit können während der Stillmahlzeit bestimmte Atemübungen und Entspannungstechniken euch unterstützen, um manchen Schmerzen weniger stark wahrzunehmen und zu reduzieren. 

#6 Körperkontakt

Eine Stillmahlzeit ist meistens nicht nur Nahrungsaufnahme für das Neugeborene, sondern noch viel mehr als das. Die Babys spüren den Kontakt und einhergehend die Wärme und den Duft, den die Mama ausstrahlt. Aber noch viel mehr, denn es bietet Geborgenheit, Sicherheit, Nähe und Liebe. 

#7 Verschiedene Stillpositionen anwenden

Manchmal kann es sehr hilfreich sein, verschiedene Stillpositionen zu wählen. Vor allem wenn wunde Brustwarzen oder ein Milchstau vorliegt kann das super nützlich sein. So verwenden viele Frauen den Wiegegriff, den Rücklingsgriff und Stillen im Liegen. 

Fragt dazu gerne eure Hebamme oder eine Still und Laktationsberaterin. 

#8 Milchspendereflex auslösen 

Manche Babys tun sich sehr schwer, zu Beginn an die Brust richtig anzudocken und ausdauernd und ausgiebig zu saugen. Hier kann es hilfreich sein, die Brust vor der Stillmahlzeit mit einer Brustmassage zu massieren, um so den Milchspendereflex auszulösen. 

Dadurch fließt die Milch schneller und dein Baby bekommt die Milch gut aus der Brust heraus. 

#9 Künstliche Sauger

Damit eine Stillzeit gut gelingen kann, sollte man zu Beginn keine Schnuller oder andere künstlichen Sauger verwenden. Vor allem am Anfang kann es zu einer Saugverwirrung kommen und den Neugeborenen fällt es zunehmend schwerer an der Brust zu trinken.

#10 Genug Essen und Trinken 

„nur eine gut ernährte Mutter kann ihr Kind auch gut ernähren“. 

Es ist wichtig, dass du auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achtest und 2-3 Liter Flüssigkeit (Wasser, ungesüßten Tee) zu dir nimmst. So hast du genug Kraft und es kann genügend Milch für dein Kind produziert werden. 

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Podcast
About

Wir sind Anja & Marie – Hebammen, Blogger und deine Nachsorge 2.0
@hallohebamme

Melde dich für unseren Newsletter an