Folgt uns:

Schlafhygiene: Babyschlaf unterstützen

Ein Gastbeitrag von Silvia Abendthum

Eine gute Schlafhygiene kann dein Baby dabei unterstützen, entspannt in den Schlaf zu finden. Zudem schafft sie eine erholsame Nachtruhe für alle.

Wichtig: Nach der Geburt ist erst einmal alles neu für dein Baby und somit genießt die erste Kennenlern- und Kuschelzeit. Hier ist meistens viel Nähe gefragt.

Schlafrythmus

In diesen ersten Lebenswochen wird dein Baby langsam einen Schlafrhythmus etablieren und lernen, den Tag von der Nacht zu unterscheiden. Alle Schlafhygienefaktoren, die nun folgen, kannst du demnach frühestens ab der 9.-12. Lebenswoche verändern, um deinem Baby genügend Zeit für einen guten Tag-Nacht-Rhythmus zu geben.

#1 Babys lieben Strukturen und Routinen. Je strukturierter ein Tag ist, desto besser schläft ein Baby. Achte demnach auf regelmäßige Schlafenszeiten und lass dein Baby mit einer Abendroutine den Tag beenden. Du brauchst hier nicht zu genau sein, wenn feste Schlafenszeiten nicht in euren Alltag passen. Eine gewisse Struktur im Alltag wird deinem Baby jedoch helfen, nachts ruhiger zu schlafen.

#2 Vermeide Übermüdung. Übermüdung kann das Einschlafen erschweren oder gar verhindern, sodass dein Baby erst wieder nach 30 – 90 Minuten in den Schlaf finden möchte. Bei Übermüdung wird vermehrt das Hormon Cortisol ausgeschüttet und so kommt nach müde sehr müde und danach wieder quick fidel. Übermüdung kann zudem die Nacht unruhig machen und frühzeitig beenden.

#3 Biete deinem Baby einen Tagesschlaf im Bett an. Am besten nutzt du hierfür das längste Schläfchen. Natürlich kann es auch hier wieder Ausnahmen geben wie im Urlaub oder bei Krankheit. Das ist voll okay.

#4 Gestalte die Abendroutine nach euren Wünschen. Worauf du achten kannst, ist nach dem Toben einen ruhigen Abschluss zu finden und auch hier eine gewisse Struktur im Ablauf der Routine zu haben.

#5 Das Baden kann in der Abendroutine sehr unterstützend für den Nachtschlaf sein. Manche Babys jedoch macht dies wieder wacher. Beobachtest du genau das bei deinem Baby, ziehe das Baden vor und lege es vor das Abendessen. Alternativ bade dein Baby zu einer anderen Tageszeit.

#6 Dunkle in den letzten Minuten vor dem Schlafengehen den Raum gern schon etwas ab. Besonders reizoffenen Babys hilft dies dabei, herunterzufahren. Zum Schlafen kannst du dann den Raum komplett abdunkeln, sofern dein Baby sich damit wohlfühlt. Für die nächtlichen Still- und Flaschenmahlzeiten kannst du dann gern wieder ein kleines (Nacht)licht anschalten. Auch tagsüber kannst du den Schlafraum komplett abdunkeln, da auf Grund des Schlafhormons Melatonin der Schlaf im Dunklen am erholsamsten ist. Helligkeit wiederum bremst die Ausschüttung von Melatonin.

#7 Passe das Schlafangebot an den Schlafbedarf deines Babys an. Schläft dein Baby zu viel oder zu wenig über Tag, so kann dies die Nacht unruhig machen. Der Schlafbedarf verändert sich besonders im ersten Lebensjahr sehr häufig, weshalb du immer wieder die Schlafenszeiten deines Babys anpassen solltest, sodass es wie gewohnt gut in den Schlaf finden kann.

Hier findest du eine Übersicht über den Schlafbedarf deines Kindes in den ersten drei Jahren:

Liebe Mama, lieber Papa, denke immer daran, dass jedes Baby und jede Schlafsituation individuell betrachtet werden sollte. Und so hat auch dein Baby seine eigenen Bedürfnisse, Vorlieben und seinen eigenen Schlafbedarf. Habe keine Ängste vor dem Babyschlaf, sondern gehe entspannt und gelassen an die Situation. Verlasse dich auch auf dein Bauchgefühl und auf deinen Instinkt. Die Schlafsituation sollte sich für dich immer richtig und gut anfühlen und der Schlafrhythmus in euren Alltag passen.

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Melde dich für unseren Newsletter an
Um den Newsletter zu erhalten, trage deine Mailadresse hier ein: