Schmierauge

Sicherlich bist du auf diesen Artikel aufmerksam geworden, weil du bei deinem Kind ein häufig tränendes oder vielleicht sogar ein schmierig aussehendes Auge entdeckt hast. Vielleicht betrifft diese Auffälligkeit sogar beide Augen deines Kindes.

Zunächst einmal möchten wir dich beruhigen, nur in den seltensten Fällen steckt eine wirklich ernst zunehmende Erkrankung dahinter. Viel häufiger liegt die Ursache dafür, in dem noch zu engen Tränen-Nasen-Kanal bei deinem Kind. Dadurch kann die überschüssige Tränenflüssigkeit nicht vollständig durch die Tränen abführenden Gänge abfließen.

Wie kannst du das Auge reinigen?

Du kannst für die Augenreinigung ein Kosmetiktuch, Wattepad oder ein frisch gewaschenes Spucktuch verwenden. Benetze dieses mit reichlich abgekochtem und abgekühltem Wasser, Kochsalz oder frischer Muttermilch und reinige dann das Auge deines Kindes mit einem Wisch von außen nach innen. Verwende für jedes Auge ein neues Tuch/Pad oder nutze eine andere Stelle vom Spucktuch.
Wiederhole den Vorgang, wenn nötig im Anschluss noch einmal.

Was du unterstützend tun kannst

Wenn dein Kind unter einem häufigen und vielleicht schwierig zu reinigenden Schmierauge leidet, können folgende Hausmittel behilflich sein:

  • Massage: Massiere 1-2 mal täglich die Tränenkanäle deines Kindes sanft an der Nasenwurzel
  • Schwarzer Tee: Verwende diesen anstelle der oben genannten Mittel zur Augenreinigung
  • Euphrasia Augentropfen: 1-2x täglich je Auge einen Tropfen einträufeln


Wann zum Kinderarzt?

Sollte trotz der oben genannten Maßnahmen nach einigen Tagen keine wirkliche Besserung zu erkennen sein, oder dir der Allgemeinzustand deines Kindes auffällig erscheinen, empfehlen wir dir vorsichtshalber immer einen Kinderarzt aufzusuchen.

Du solltest dein Kind außerdem immer vorstellen, wenn du an einem oder beiden Augen eine sehr starke Verklebung des Augenspaltes feststellst, oder das Auge/Augenlid gerötet und/oder geschwollen ist. In diesem Fall könnte es sich nämlich um eine ernst zunehmende Infektion handeln.
Weitere Zeichen dafür können außerdem eine eitrig gelblich-grüne Absonderung, sowie eine Rötung und Reizung des Auges sein.

Der Kinderarzt wird eine genaue Untersuchung der Augen durchführen, um festzustellen ob evtl. eine bakterielle Infektion vorliegt, welche eine lokale Antibiotikatherapie notwendig macht.

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