Milcheinschuss

Der Milcheinschuss kommt circa 2 bis 4 Tage nach der Geburt und das, wie wir Hebammen gerne sagen, „mit Pauken und Trompeten“. Innerhalb von wenigen Stunden wirst du merken, dass deine Brüste anschwellen und plötzlich beginnen, vermehrt Milch zu produzieren. Hinzu kommt, dass sich die Brust sehr hart und ziemlich heiß anfühlen kann.

Wichtig ist: Keine Panik! Das ist alles völlig normal und du brauchst keinen Grund zur Sorge haben. Mit den folgenden Tipps zu Maßnahmen, die du anwenden kannst, wirst du die Zeit des Milcheinschusses gut überstehen:


Brustmassage

Deinem Kind kann es in Zeit nach der Geburt aufgrund der „erschwerten“ Bedingungen schwer fallen, an die Brust zu gehen. Du kannst dein Brustgewebe mit einer Massage vor jedem Stillen für dein Kind vorbereiten. Dadurch wird das Gewebe weicher und du hast die Möglichkeit, die Brust mundgerecht zu formen, um sie deinem Kind anzubieten. Dadurch fällt es ihm deutlich leichter, an der Brust anzudocken.

Durchführung der Brustmassage

Generell empfiehlt sich, eine Brustmassage bereits vor der Zeit des Milcheinschusses zu beginnen. Investiere, sobald du auf der Wochenbettstation angekommen bist, vor jedem Stillen 2 bis 3 Minuten und führe die oben beschriebene Massage durch. Dadurch bekommst du weniger Probleme beim Milcheinschuss.


Wärme- bzw. Kälteanwendungen

Damit die Milch leichter abfließen kann, empfehle ich zusätzlich in dieser Zeit, diese vor dem Stillen für einige Minuten vorzuwärmen. Dafür kannst du entweder warme Kirschkern- oder Dinkelkissen, eine Rotlicht-Lampe, eine warme Dusche oder sonstige warm-feuchte Wickel verwenden.

Nach dem Stillen wird es dir gut tun, deine Brüste für einige Minuten zu kühlen. Verwende dafür kalt-feuchte Wickel, Weißkohlblätter oder Quark. Wichtig ist es jedoch, nichts Gefrorenes direkt auf die Brust zu legen. Dies liegt zwar sehr nah, um sich eine schnelle Erleichterung zu verschaffen, kann jedoch im schlimmsten Fall zu Kälteverbrennungen führen.


Hebammen-Tipp: Nimm zwei Einmalwindeln und benetze sie auf der Innenseite mit heißem bzw. kaltem Wasser aus dem Wasserhahn. Lege dir diese nun um die Brust und fixiere sie mit dem Klett. Spare dabei jedoch unbedingt deine Brustwarzen aus, da diese ansonsten wund werden könnten.
Nutzen kannst du ebenfalls sogenannte Thermo Perlen, welche von verschiedenen Firmen frei verkäuflich angeboten werden. Diese stimulieren ebenfalls durch Wärme- bzw. Kälteeinwirkung den Milchfluss beim Stillen.


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